Aids Info Schweiz - Aids Information Switzerland
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Drogen- und Alkoholrausch

Immer mehr und immer jüngere Menschen beginnen, Rauschgift und Alkohol zu nehmen. Dabei sind sie sich oft nicht bewusst, welche Gefahren damit für sie verbunden sind.Manche dieser jungen Menschen werden nach kurzer Zeit abhängig von den Drogen und beginnen sogar zu spritzen. Sie ruinieren ihre Gesundheit und ihr Leben. Aber auch wenn jemand «nur» ab und zu einen Rausch «erleben» will, kann dies für sein weiteres Leben schwerwiegende Folgen haben.

Im Rauschzustand lässt man sich eher auf Situationen ein, die man im nüchternen Zustand bereut. Man ist nicht in der Lage, Gefahren zu erkennen, und lässt sich auch auf risikoreiche Sexualkontakte ein, denn Drogen und Alkohol trüben das Gefühl für die Wirklichkeit und vernebeln das Verantwortungsbewusstsein; sie senken die natürliche Hemmschwelle. Weil auf diese Weise HIV und andere Geschlechtskrankheiten übertragen werden können, gehören zu einem sicheren Schutz vor einer HIV-Übertragung Drogenfreiheit und die Vermeidungübermässigen Alkoholkonsums.

 

Drogenabhängigkeit

Rauschgifte erzeugen nicht nur einen Rausch, was grosse Gefahren in sich birgt, sie machen auch abhängig. Gerade Drogen wie Heroin, Kokain und Amphetamine machen ausserordentlich stark abhängig, sodass ein Drogenkonsument schon nach kurzer Zeit nicht mehr Herr seiner selbst ist. Dies bedeutet für den jungen Menschen grosses Elend.Er muss die Dosis immer weiter erhöhen, um wieder die gleiche Wirkung zu erzielen. Je länger, desto weniger kommt er von den Drogen los. Er ist nicht mehr frei, selbst zu entscheiden, ob er damit aufhören will oder nicht.

Neben dem besonders gravierenden Problem der Abhängigkeit führen diese Rauschgifte auch noch zu weiteren Schädigungen von Körper und Seele. Schwere körperliche Erkrankungen wie Hirn- oder Herzschlag und vieles mehr können damit einhergehen. Aber auch seelische Erkrankungen wie Verfolgungswahn, Lethargie und Depression können auftreten.

Heroin, Kokain und Amphetamine werden oft in die Venen gespritzt, und dies nicht immer mit sauberen, ungebrauchten Spritzen. Viele Drogenabhängige haben Krankheiten, die durch Blutreste in den gebrauchten Spritzen übertragen werden können. Dazu gehören lebensbedrohende Infektionen wie die HIV-Infektion, häufiger noch Gelbsucht (Hepatitis Bund C) und seltener Syphilis. So können HIV und andere Infektionendurch Spritzentausch zustande kommen. Drogenabhängigen wird deshalb empfohlen, eine Spritze nie gemeinsam zu gebrauchen.

Eine weitere Folge der Abhängigkeit besteht darin, dass Drogenabhängige nicht mehr auf ihre Gesundheit achten. Drogenmissbrauch führt zu einer Abstumpfung des Gefühls für sich selber und für seine Mitmenschen. Drogenabhängige Menschen sind kaum in der Lage, tiefergehende Beziehungen aufzubauen. Ihr ganzes Leben dreht sich um Rausch und Drogen, um Beschaffung und Konsum. Sie tauschen wider besseres Wissen Spritzen, sie lassen sich auf flüchtige sexuelle Kontakte ein und verwenden oft nicht einmal Kondome. Dadurch setzen sie sich immerwieder Infektionsgefahren aus.

Für einen Drogenabhängigen besteht der sicherste Schutz vor Aids darin, mit den Drogen aufzuhören. Meist schafft es ein Drogenabhängiger aber nicht allein, von den Drogen wegzukommen. Es gibt deshalb abstinenzorientierte Behandlungen, die in spezialisierten Einrichtungen stattfinden. Wir empfehlen dem Süchtigen, sich an einen Arzt zu wenden, der eine solche Behandlung einleiten kann und ihm behilflich ist, eine geeignete Einrichtung auszuwählen. Auch das Aidstelefon derAIDS-Aufklärung Schweiz gibt unter der
Nummer 044  261 03 86 Auskunft. Nicht zuletzt wegen Aids lohnt es sich, nie zu Rauschgift zu greifen.

 

Drogen und HIV-Infektion

Kurt April:
Die HIV-Epidemie und die Drogen (220 KB pdf-File)

Antonio Boschini:
Infektiologische Komplikationen bei Drogenabhängigkeit (380 KB pdf-File)

Jean-Yves Gillet:
HIV, Heroin und Schwangerschaft (220 KB pdf-File)

Michael G. Koch:
Bekämpfung der HIV-Verbreitung unter Drogensüchtigen (1,2 MB pdf-File)

Hans Kohlet:
Wissenschaftliche Gründe für rechtzeitiges Testen auf HIV (628 KB pdf-File)

 

Rauschgifte – Wirkungen und Folgen

Gabriel G. Nahas:
Drogen und der Niedergang des Westens – Wie soll er gestoppt werden?
(220 KB pdf-File)

Ulf Rydberg:
Schwedische Studien zu Cannabis und Schizophrenie (220 KB pdf-File)

Karel Gunning:
Als Arzt im Atlasgebirge (84 KB pdf-File)

Florian Ricklin:
Persönlichkeitsveränderung durch Drogensucht (112 KB pdf-File)

Lothar Hans Schreiber:
Die Rauschdroge Heroin (356 KB pdf-File)

Hansjörg Meier:
Cannabis-Intoxikation nach Salatgenuss (304 KB pdf-File)

Michael G. Koch:
Heroin und andere Opiate im Umfeld psychotroper Drogen (1,5 MB pdf-File)

 

Harmreduction

Die Harm Reduction Bewegung:

Juan C. Negrete: Sorgen eines Gesundheitsspezialisten (176 KB pdf-File)

Legalisierungsbewegung

Sue Rusche: (288 KB pdf-File)

Gefängnisse im Kampf gegen Drogen

AnnBritt Grünewald:
Gefängnisse sind strategisch wichtig im Kampf gegen Drogen – Die schwedischen Erfahrungen (156 KB pdf-File)

Drogen und Gesellschaft

Irving G. Tragen: (292 KB pdf-File)

Ärztliche Heroinabgabe

Kritische Aspekte zu Suchtverlängerung und Heroinabgabe
Ernst Aeschbach:
Zum Abschlussbericht über die «Versuche für eine ärztliche Verschreibung von Betäubungsmitteln» in der Schweiz (1 MB pdf-File)

Konzept Überlebenshilfe

Hans Köppel:
Das politische Konzept der Überlebenshilfe (264 KB pdf-File)

 
NGO in Special Consultative
Status with the Economic and
Social Council of the
United Nations

©Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

©Translation: AIDS Information Switzerland

 

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