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HIV / Aids
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Übertragung
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Prävention
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Test
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Weitere Informationen
Sexuell
übertragbare Krankheiten
Drogen
Methamphetamin
(Speed, Crystal)
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Für Fachleute
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Für Unterricht / Vorträge
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Allgemeines
Sexuell übertragbare
Krankheiten, Geschlechtskrankheiten,
abgekürzt auch STD (aus dem Englischen:
sexually transmitted diseases)
genannt, gehören zu den Infektionskrankheiten.
Darunter fallen mehr als 20 Krankheiten,
die von Bakterien, Viren, Pilzen
oder Parasiten verursacht werden.
Das Gemeinsame an den STD ist,
dass sie hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr
übertragen werden. Unterschiedlich
hingegen sind die Ansteckungsfähigkeit
der Erreger, der Krankheitsverlauf
sowie die therapeutischen Möglichkeiten
respektive ihre Prävention.
Die «klassischen»
Geschlechtskrankheiten (z.B. Syphilis,
Gonorrhöe) haben ihren Schrecken
verloren, seit sie mit Antibiotika
behandelbar sind. Gegen die Hepatitis
B, eine ernsthafte, ebenfalls
sexuell übertragbare Erkrankung,
gibt es seit längerem eine Schutzimpfung.
Die heute am meisten gefürchtete
STD ist Aids, weil gegen diese
Krankheit weder ein heilendes
Medikament noch eine Schutzimpfung
zur Verfügung stehen.
Weltweit erkranken
pro Jahr schätzungsweise 330 Mio.
Menschen an einer Geschlechtskrankheit.
Am weitesten verbreitet sind Trichomonaden
mit 120 Mio., gefolgt von Chlamydien
mit 50 Mio. und Gonorrhöe mit
25 Mio. Erkrankten. Die Zahl der
HIV-Infizierten wird heute auf
42 Mio. geschätzt.
Die Ansteckung
mit einer STD erfolgt überwiegend
beim Geschlechtsverkehr durch
direkten Kontakt von infizierten
Körperflüssigkeiten (wie Samen-
und Scheidenflüssigkeit) mit Schleimhaut.
Die meisten Geschlechtskrankheiten,
insbesondere Herpesinfektionen,
können ebenso beim Oralverkehr,
Küssen oder Petting (durch direkten
Kontakt mit infektiösen Körperflüssigkeiten)
übertragen werden. Eine Ansteckung
kann aber auch von der infizierten
Mutter auf das ungeborene Kind
bzw. das Neugeborene erfolgen.
Einige Geschlechtskrankheiten
(Hepatitis B/C, Aids und Syphilis)
können auch über Blut durch infizierte
Blutkonserven bzw. Blutprodukte
oder durch Spritzentausch bei
Drogensüchtigen übertragen werden.
Eine indirekte Ansteckung über
Handtücher, Toilettenartikel u.ä.
ist bei einigen Erregern möglich,
jedoch extrem selten. Eine Übertragung
durch Tröpfchen (z.B. Husten,
Niesen) ist nicht möglich. Im
alltäglichen sozialen Kontakt
(Haushalt, Arbeitsplatz, Reisen
u.ä.) ist eine Ansteckung mit
einer STD bei Einhaltung der üblichen
Hygieneregeln ausgeschlossen.
Die meisten STD (wichtigste
Ausnahmen: Hepatitis B und Aids)
machen sich zunächst am Eintrittsort
bemerkbar, also am Penis, in der
Scheide und an den Schamlippen;
After und Mundhöhle können auch
befallen sein. Einige STD sind
einfach unangenehm, andere sind
gefährlich: Bleiben sie unbehandelt,
breiten sie sich über den ganzen
Körper aus und können dann zum
Teil schwere, nicht wiedergutzumachende
Schäden wie Unfruchtbarkeit, Hirnschäden
oder Blindheit verursachen. Die
gefährlichste STD, die HIV-Infektion,
führt nach heutigem Wissen durchschnittlich
nach 12 Jahren zum Endstadium
Aids, welches mit dem Tod enden
kann.
Die
wichtigsten Geschlechtskrankheiten
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Syphilis (Lues, harter Schanker)
Die Syphilis wird
durch spiralförmige Bakterien
(Treponema pallidum) verursacht.
Im Krankheitsverlauf unterscheidet
man vier Stadien: Beim Stadium
I kommt es etwa drei Wochen nach
der Ansteckung zu einem harten,
nicht schmerzhaften Geschwür an
der Stelle, an der die Infektion
stattgefunden hat (in der Regel
am Penis oder in der Scheide).
Die am nächsten gelegenen Lymphknoten
schwellen an. In der Regel heilt
das Geschwür auch ohne Behandlung
ab. Unbehandelt schreitet die
Erkrankung aber nach etwa sechs
Wochen zum Stadium II fort, in
dem sich die Bakterien über den
ganzen Körper ausbreiten und Hautausschläge,
Fieber und Lymphknotenschwellungen
verursachen. Diese Erscheinungen
verschwinden zeitweilig, treten
jedoch über Jahre hinweg immer
wieder auf. Wird auch dieses Stadium
nicht behandelt, so kommt es nach
mehreren Jahren zum Befall der
inneren Organe, insbesondere des
Nervensystems, so im Stadium III
des Rückenmarks (Gangstörung)
und im Stadium IV des Gehirns
(Demenz).
Der Nachweis einer
Infektion erfolgt durch mikroskopische
Untersuchung oder durch den Syphilistest
im Blut, der etwa drei Wochen
nach der Infektion zuverlässige
Resultate liefert. Eine Behandlung
mit Antibiotika (z.B. Penicillin)
in den frühen Stadien führt zu
einer vollständigen Heilung. Die
Schäden in den späteren Stadien
(III und IV) sind jedoch nicht
mehr rückgängig zu machen, auch
wenn die Bakterien durch Medikamente
abgetötet werden. In der Schwangerschaft
kann die Syphilis zu schwersten
Schäden des ungeborenen Kindes
führen.
Gonorrhöe (Tripper)
Die Gonorrhöe wird
ebenfalls durch Bakterien (Neisseria
gonorrhoea) verursacht. Zwei bis
sieben Tage nach der Ansteckung
kommt es zu gelbgrünlichem, eitrigem
Ausfluss aus Penis und Scheide
sowie Schmerzen beim Wasserlassen.
Bei der Frau können diese Symptome
fehlen. Wird die Krankheit nicht
behandelt, so kann es beim Mann
zur Infektion von Prostata, Samenleiter
und Nebenhoden kommen. Bei der
Frau können Gebärmutter, Eileiter
und Eierstöcke so geschädigt werden,
dass dies zu einer Unfruchtbarkeit
führen kann. Im Spätstadium der
Gonorrhöe breiten sich die Bakterien
auf den ganzen Körper, insbesondere
die Gelenke und die Leberregion
(Perihepatitis acuta) aus. Der
Nachweis einer Gonorrhöeinfektion
erfolgt durch mikroskopische und
kulturelle Untersuchung des Ausflusses.
Die Gonorrhöe kann mit Antibiotika
geheilt werden.
Ein grosses Problem
stellt in diesem Zusammenhang
der Sextourismus in den Fernen
Osten dar: Die dortigen Prostituierten
verwenden oft Antibiotika zur
Verhütung von Geschlechtskrankheiten.
Auf diese Art entstehen vermehrt
Antibiotika-resistente Bakterienstämme.
Ulcus molle (weicher Schanker)
Das Ulcus molle
wird durch Bakterien (Haemophilus
ducreyi) hervorgerufen und ist
eine seltene Erkrankung in Mitteleuropa,
jedoch häufig in tropischen Entwicklungsländern.
Zwei bis sechs Tage nach der Infektion
treten weiche, schmerzhafte und
unregelmässig begrenzte Geschwüre
am Ort der Ansteckung auf. Die
Lymphknoten der Leistengegend
können stark anschwellen. Die
Diagnose erfolgt durch den mikroskopischen
Nachweis des Erregers in den Geschwüren.
Die Krankheit wird mit Antibiotika
geheilt.
Venerische Lymphknotenentzündung
(Lymphogranuloma inguinale)
Das Lymphogranuloma
inguinale wird durch spezielle
Stämme von Chlamydia trachomatis
verursacht und ist in Mitteleuropa
sehr selten. Mindestens 14 Tage
nach der Ansteckung treten im
Geschlechtsbereich scharf begrenzte
kleine Knötchen auf, die zu einem
Geschwür aufbrechen können. Diese
wenig schmerzhaften Knötchen heilen
nach 1014 Tagen spontan ab und
werden deshalb oft übersehen.
Erst die Schwellung der Lymphknoten
im Leistenbereich (bis zur Faustgrösse)
führt die Patienten zum Arzt.
Probleme entstehen vor allem,
wenn Lymphknoten nach aussen aufbrechen
(Fisteln) oder Lymphknoten im
Inneren des Körpers befallen sind.
Die Diagnose erfolgt durch den
direkten Erregernachweis im Infektionsherd
oder durch eine Blutuntersuchung.
Die Krankheit kann im Anfangsstadium
mit Antibiotika geheilt werden.
Chlamydieninfektionen
Chlamydieninfektionen
sind in Europa sehr weit verbreitet
und werden durch Bakterien (Chlamydia
trachomatis) verursacht. Sie erzeugen
lästige Harnröhreninfektionen,
die zu starkem Jucken und Brennen
beim Wasserlassen führen. Beim
Mann können die Prostata und der
Nebenhoden, bei der Frau auch
Scheide, Gebärmutter, Eileiter
und Eierstöcke betroffen sein,
was zu Unfruchtbarkeit und Eileiterschwangerschaften
führen kann. Die Infektion verläuft
häufig ohne Beschwerden und kann
problemlos mit Antibiotika geheilt
werden. Eine Übertragung auf das
Neugeborene ist häufig und führt
zu Bindehaut- und Lungenentzündungen.
Aids
Aids (acquired
immune deficiency syndrome = erworbene
Immunschwäche-Krankheit) ist das
Endstadium einer Infektion mit
HIV (human immunodeficiency virus).
Bis heute wurden zwei Virustypen
(HIV-1 + -2) mit zahlreichen Untergruppen
nachgewiesen. Zwischen der Ansteckung
und dem Ausbruch der Krankheit
vergehen im Durchschnitt etwa
zwölf Jahre. In dieser Zeit können
die Infizierten ohne etwas von
der Infektion zu merken das
Virus auf andere Menschen übertragen.
Gleichzeitig bestehende «klassische»
Geschlechtskrankheiten (insbesondere
Syphilis und Ulcus molle) erhöhen
die Empfänglichkeit für eine Infektion
mit dem Aidsvirus. Der Nachweis
der HIV-Infektion erfolgt durch
eine Blutuntersuchung (HIV-Test).
Die Krankheit ist bis heute nicht
heilbar und kann zum Tode führen.
Durch rechtzeitiges Erkennen der
Infektion und eine entsprechende
ärztliche Betreuung ist es möglich,
den Ausbruch der Krankheit hinauszuzögern
und die Lebensqualität der Betroffenen
zu verbessern. Eine Schutzimpfung
ist in absehbarer Zeit nicht verfügbar.
Hepatitis (infektiöse Gelbsucht)
Es gibt verschiedene
Hepatitisviren, von denen vor
allem das Hepatitis-B-Virus (HBV)
und in geringerem Masse auch das
Hepatitis-C-Virus (HCV) sexuell
übertragbar sind. Der Krankheitsverlauf
ist sehr unterschiedlich: Die
Infektion kann ohne Beschwerden
verlaufen oder zu einer akuten
schweren Leberentzündung (Hepatitis)
führen, die in einigen Fällen
tödlich endet. Zu einem erheblichen
Anteil geht die Infektion in eine
chronische Leberentzündung über,
die zu Leberzirrhose und Leberkrebs
führen kann.
Problematisch bei
der Hepatitis B/C ist, dass einige
Menschen lebenslang Virusträger
bleiben (auch ohne krank zu sein)
und andere Menschen anstecken
können. Das Hepatitis-B/-C-Virus
kann ausser bei Geschlechtsverkehr
auch durch Bluttransfusionen,
Spritzentausch bei Drogensüchtigen
und manchmal sogar durch direkten
und indirekten Kontakt mit Körperflüssigkeiten
bei mangelnder Hygiene übertragen
werden.
In Drittweltländern
ist die Hepatitis B in der Allgemeinbevölkerung
weit verbreitet, in Europa sind
hauptsächlich intravenös Drogensüchtige
(Fixer) und das Medizinalpersonal
betroffen. Für die Hepatitis B
als einzige STD gibt es heute
eine sichere Schutzimpfung.
Herpes genitalis
Der Herpes genitalis
ist eine weitverbreitete Virusinfektion,
die mit dem Herpes labialis («Fieberbläschen»
an den Lippen) nahe verwandt ist.
Drei bis sieben Tage nach der
Infektion treten im Geschlechtsbereich
kleine, stark juckende oder schmerzende
Bläschen auf, die eine ansteckende
Flüssigkeit enthalten. Ausserdem
können Lymphknotenschwellungen
und fieberhafte Allgemeinerscheinungen
auftreten. Das Virus kann direkt
in der Bläschenflüssigkeit oder
indirekt mit Blutuntersuchungen
nachgewiesen werden. Trotz einer
Behandlung mit einem antiviralen
Medikament (z.B. Aciclovir) kann
das Virus in den Nervenzellen
überleben und nach Jahren zu einer
erneuten Erkrankung führen, die
jedoch meistens milder verläuft.
Bei infizierten schwangeren Frauen
kann während der Geburt das Herpesvirus
auf das Neugeborene übertragen
werden und schwere Erkrankungen
(z.B. Hirnentzündung) verursachen.
Genitale Warzen (Condylomata
acuminata)
Ungefähr vier Wochen
nach einer Ansteckung wachsen
die genitalen Warzen oft blumenkohlartig
im Genitalbereich. Sie werden
durch Viren (humane Papilloma-Viren
= HPV) verursacht und können chirurgisch
(Laser, flüssiger Stickstoff,
Elektrokoagulation oder mit dem
Skalpell) entfernt werden. Papilloma-Viren
können während der Geburt auf
das Neugeborene übertragen werden.
Einige Papilloma-Viren werden
als Ursache von Muttermundkrebs
bei der Frau diskutiert.
Trichomonaden
Trichomonaden sind
weitverbreitete einzellige Parasiten,
die Harnröhre und Scheide befallen.
Die Infektion äussert sich durch
wässrigen Ausfluss und Juckreiz.
Die Diagnose geschieht durch mikroskopischen
Erregernachweis. Diese weltweit
am häufigsten auftretende, aber
harmlose Infektionskrankheit wird
mit speziellen Medikamenten (z.B.
Metronidazol) geheilt.
Pilzinfektionen
Der Hefepilz (Candida
albicans) ist sehr verbreitet
und der häufigste Erreger von
sexuell übertragbaren Pilzinfektionen.
Diese an sich harmlose Infektion
(Entzündung von Scheide bzw. Peniseichel)
kann aber zu unangenehmen Beschwerden
wie starkem Juckreiz und Brennen
führen. Bei der Frau tritt zusätzlich
ein Scheidenausfluss auf. Mit
speziellen Medikamenten (Antimykotika)
und entsprechender Hygiene sind
Pilzinfektionen gut zu behandeln.
Filzläuse
Filzläuse sind
kleine Insekten, die sich in der
Schambehaarung einnisten. Sie
sind mit blossem Auge sichtbar,
ebenso ihre Eier (Nissen), die
sich an den Haaren festsetzen.
Starker Juckreiz ist das wichtigste
Symptom. Die Behandlung dieser
harmlosen Geschlechtskrankheit
erfolgt mit einer speziellen Emulsion.
Krätze (Scabie)
Die Krätze wird durch Milben
(Sarcoptes scabiei) verursacht,
die während des Geschlechtsverkehrs
oder aber auch im Rahmen der
Familie übertragen werden können
und die Gänge in die Haut bohren
(Fingerzwischenräume und Handgelenke,
Achseln und Intimbereich, Bachnabel
und Brüste). Dies bewirkt eine
stark juckende Erkankung (v.a.
nachts), welche zu hartnäckigen
Ekzemen führen kann. Oft erkennt
man von blossem Auge einen sogenannten
Milbengang. Es müssen alle im
selben Haushalt wohnenden Personen
gleichzeitig behandelt werden.
Die
wichtigsten sexuell übertragbaren
Krankheiten auf einen Blick
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Krankheit
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Erreger
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Zeit von der Ansteckung
bis zur Erkrankung
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Behandlung
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Bemerkungen
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Syphilis
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Bakterien
(Treponema pallidum)
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Antibiotika
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vollständige Heilung
bei rechtzeitiger Behandlung
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Gonorrhöe
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Bakterien (Neisseria
gonorrhoeae)
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wenige Tage
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Antibiotika
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vollständige Heilung
bei rechtzeitiger Behandlung
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Ulcus molle
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Bakterien (Haemophilus
ducreyi)
|
einige Tage
|
Antibiotika
|
vollständige Heilung
bei rechtzeitiger Behandlung
|
Lymphogranuloma
inguinale
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Bakterien (spez. Stämme
Chlamydia trachomatis)
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einige Tage
|
Antibiotika
|
vollständige Heilung
bei rechtzeitiger Behandlung
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Chlamydien-
Infektionen
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Bakterien (Chlamydia
trachomatis)
|
einige Tage
|
Antibiotika
|
vollständige Heilung
bei rechtzeitiger Behandlung
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HIV-Infektion /
Aids
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Viren (HIV-1/-2) HIV-Test
positiv innerhalb 2 bis
6 Wochen, höchstens 3
Monaten
|
etwa 12 Jahre
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antiretrovirale Medikamente
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nicht heilbar, Virus
bleibt im Körper, lebensverlängernde
und lindernde Behandlung
möglich
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Hepatitis B / C
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Viren (HBV/HCV)
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einige Wochen bis Monate
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symptomatisch, antivirale
Medikamente
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meistens spontane Heilung,
antivirale Behandlung
möglich, prophylaktische
Impfung gegen HBV
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Herpes genitalis
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Viren (Herpes simplex
Virus 2)
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einige Tage
|
symptomatisch
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teilweise Heilung, Virus
kann im Körper verbleiben
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genitale Warzen
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Viren (Papillomaviren)
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4 Wochen
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chirurgisch
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Heilung möglich, erhöhtes
Muttermundkrebsrisiko
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Trichomoniasis
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Parasiten (Trichomonas
vaginalis)
|
einige Tage
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antiparasitäre Mittel
|
vollständige Heilung
möglich
|
Pilzinfektionen
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Hefepilze (v.a. Candida
albicans)
|
einige Tage
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Antimykotika
|
vollständige Heilung
möglich
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Filzläuse
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Insekten (Phthirus pubis)
|
einige Tage
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antiparasitäre Mittel
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vollständige Heilung
möglich
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Krätze (Scabies)
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Milben (Sarcoptes scabiei)
|
oft mehrere Wochen
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antiparasitäre Mittel
|
vollständige Heilung
möglich
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Was
tun, wenn Sie von einer
Geschlechtskrankheit betroffen
sind?
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Wenn Sie befürchten,
dass Sie sich mit einer Geschlechtskrankheit
infiziert haben, wenden Sie sich
unverzüglich an einen Arzt
Ihres Vertrauens. Neben dem Hausarzt
kann das ein Hautarzt, ein Frauenarzt,
ein Urologe oder ein Internist
sein. Der Versuch, eine Geschlechtskrankheit
selbst zu «behandeln», ist problematisch,
ja sogar gefährlich, weil es dem
Arzt später die Diagnose erschwert
und die Infektion unerkannt bleiben
kann.
Die meisten Geschlechtskrankheiten
können bei korrekter ärztlicher
Behandlung geheilt werden. Ausnahmen
sind die viralen STD wie beispielsweise
die Herpesinfektionen, die Hepatitis
B/C und Aids. Aber auch bei der
HIV-Infektion können moderne Medikamente
die Lebenszeit und vor allem die
Lebensqualität des Patienten verbessern.
Davon kann aber nur derjenige
profitieren, der frühzeitig von
seiner HIV-Infektion weiss. Deshalb
lohnt es sich, beim Vorliegen
einer anderen Geschlechtskrankheit
immer auch einen HIV-Test durchführen
zu lassen. Sprechen Sie mit Ihrem
Arzt darüber.
Wenn Sie an einer
Geschlechtskrankheit leiden, müssen
Sie um Ihren Partner zu schützen
so lange auf Sexualkontakte
verzichten, bis die Krankheit
ausgeheilt ist und Sie Ihren Partner
nicht mehr anstecken können. Ihr
Arzt wird Ihnen sagen, wann keine
Ansteckungsgefahr mehr besteht.
Ihren früheren und/oder Ihren
jetzigen Partner sollten Sie über
Ihre Geschlechtskrankheit informieren.
Mindestens einer von ihnen leidet
unter der gleichen Krankheit (sonst
können Sie sie ja nicht haben),
und möglicherweise haben Sie die
Infektion bereits an andere weitergegeben.
Diese Partner sollten ebenfalls
einen Arzt aufsuchen und gegebenenfalls
behandelt werden.
In der Schweiz
gibt es ein Epidemiengesetz, dem
auch die sexuell übertragbaren
Krankheiten unterstehen. Patienten,
die an einer «klassischen» Geschlechtskrankheit
(z.B. Syphilis oder Gonorrhöe)
leiden, müssen sich von einem
Arzt behandeln lassen. Der Arzt
ist ausserdem dafür besorgt, dass
die Patienten ihren Geschlechtspartner
informieren und dass dieser sich
ebenfalls in Behandlung begibt.
Wenn der Patient oder eine Kontaktperson
sich nicht untersuchen oder behandeln
lässt (oder die Behandlung vorzeitig
abbricht), ist der Arzt verpflichtet,
den Patienten der Gesundheitsbehörde
namentlich zu melden.
Viele Menschen haben Hemmungen,
über Geschlechtskrankheiten zu
sprechen. Wichtig ist aber das
Vertrauen und die Offenheit dem
Arzt gegenüber, der Sie unter
Wahrung des Arztgeheimnisses kompetent
und ohne Vorurteile behandeln
wird.
Wie
kann man sich vor
Geschlechtskrankheiten schützen?
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Da die Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten
fast ausschliesslich beim Geschlechtsverkehr
erfolgt, müssen Schutzmassnahmen
auch dort ansetzen. Manche Geschlechtskrankheiten
sind äusserlich sichtbar, doch
meistens sieht man es dem Partner
nicht an, ob eine Geschlechtskrankheit
vorliegt.
Treue
In einer treuen Liebesbeziehung
zweier gesunder Partner ist eine
Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit
praktisch ausgeschlossen.
Sorgfältige Partnerwahl
Eine neue sexuelle Beziehung
birgt grundsätzlich die Gefahr
einer Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit
in sich. Nur wenn der Partner
nicht infiziert ist, ist eine
Ansteckung ausgeschlossen. Aus
diesem Grunde ist es besonders
wichtig, den Partner sehr sorgfältig
auszuwählen. Durch das offene
Gespräch mit dem Partner sollte
man Risiken abklären. Wie war
das Vorleben des zukünftigen Partners?
Wie wollen wir uns schützen? Verheimlichen
nützt letztlich nur den Krankheitserregern.
HIV-Test
Da Aids nicht heilbar ist,
empfiehlt es sich heutzutage,
einen HIV-Test zu machen, um eine
unerkannte Ansteckung in der Vergangenheit
auszuschliessen.
Keine flüchtigen Sexualkontakte
Da nicht alle Geschlechtskrankheiten
behandelbar sind und u.U. zum
Tode führen (Aids), schwere körperliche
Schädigungen (Hepatitis B/C) oder
eine Unfruchtbarkeit zur Folge
haben können, empfiehlt es sich,
auf flüchtige Sexualkontakte (insbesondere
auf Reisen) zu verzichten. Ein
einziger Sexualkontakt kann für
eine Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit
ausreichen. Häufiger Partnerwechsel
erhöht das Risiko, einem infizierten
Partner zu begegnen.
Kondome
Bei Kontakten ausserhalb einer
festen Beziehung kann durch den
richtigen Gebrauch von Kondomen
das Risiko einer Geschlechtskrankheit
gesenkt, aber nicht ausgeschlossen
werden. Angesichts der tödlichen
Krankheit Aids bleibt auch bei
staatlich geprüften Kondomen ein
nicht zu vernachlässigendes Restrisiko
in der Grössenordnung von einigen
Prozenten. Gerade junge Menschen
haben natürlich noch keine oder
wenig Erfahrung mit Kondomen,
weswegen auch die Gefahr von Anwendungsfehlern
gross ist.
Drogenabstinenz
Drogen und Alkohol trüben
das Gefühl für die Wirklichkeit,
vernebeln das Verantwortungsbewusstsein,
schwächen das Urteilsvermögen
sowie die Selbstbeherrschung und
verleiten dadurch zu unbedachten
und oft ungeschützten sexuellen
Kontakten. Gerade bei Aids kommt
der Drogenabstinenz eine grosse
Bedeutung zu.
Impfung gegen Hepatitis B
Gehören Sie einer Risikogruppe
für Hepatitis B an (z.B.
medizinisches Personal, Dialysepatienten,
intravenös Drogensüchtige
[Fixer], längerer Aufenthalt
in einem Entwicklungsland), ist
eine Impfung gegen Hepatitis B
in jedem Fall empfehlenswert.
Heute wird die Impfung grundsätzlich
für alle empfohlen.
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