Das Testen auf HIV
Ende 2003 lebten schätzungsweise 1 039 000 bis 1 185 000 mit HIV/Aids.(1) 2004 wurden in den 35 Regionen (33 Staaten, Guam und die US-Jungferninseln), in denen eine langfristig angelegte HIV-Erfassung unter vertraulicher Namensangabe (2) erfolgt, 38 730 Fälle von HIV/AIDS diagnostiziert. Nach Schätzungen der CDC kam es 2006 in den Vereinigten Staaten zu 56 300 HIV-Neuinfektionen.(3)
Zirka 16-22 Millionen Menschen werden in den USA jährlich auf HIV getestet. Bis 2002 wurden ungefähr 38-44% aller Erwachsenen einem HIV-Test unterzogen.(4). Dennoch wussten Ende 2003 rund 252 000-320 000 Personen nicht, dass sie HIV infiziert waren.
In den USA wird in Bezug auf HIV-Tests gerade eine neue Phase eingeleitet, da Gesetzgeber, Entscheidungsträger der öffentlichen und privaten Gesundheitsversorgung und der Versicherungen innerhalb ihrer jeweiligen Zuständigkeit Veränderungen mit dem Ziel einleiten, dass mehr Menschen den eigenen HIV-Status kennen - eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Gesundheit gewährleistet und die Verbreitung des Virus eingedämmt wird.
Im September 2006 gaben die CDC die Überarbeiteten Empfehlungen zu HIV-Tests für Erwachsene, Jugendliche und Schwangere in Einrichtungen des Gesundheitswesens heraus. Die neuen Empfehlungen, die die 1993 erschienenen CDC-Empfehlungen zu HIV-Tests bei Akutversorgung ambulant und stationär behandelter Patienten ersetzen, raten zu routinemässig durchgeführten HIV-Tests bei Erwachsenen, Jugendlichen und Schwangeren in Einrichtungen des US-Gesundheitswesens. Sie empfehlen auch, die Hemmschwelle für HIV-Tests zu senken. Siehe auch die Reaktion der CDC auf die Forderung nach mehr Informationen über die überarbeiteten Test-empfehlungen.
Begründung für routinemässige HIV-Screenings
Menschen, die HIV-infiziert sind, ohne sich dessen bewusst zu sein, können gesundheitswahrende und lebensverlängernde Behandlungen nicht wahrnehmen.
Sie verfügen auch nicht über das nötige Wissen, wie sie ihre Sex- oder Drogenkonsumpartner vor einer Infektion schützen können. Die Kenntnis über den eigenen positiven oder negativen HIV-Status ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Entscheidungsfindung in Gesundheitsfragen.
Kohortenstudien haben gezeigt, dass viele HIV-Infizierte nach Kenntnisnahme ihres positiven HIV-Status diejenigen Verhaltensweisen änderten, die ein Übertragungsrisiko auf Sexpartner oder auf Drogenabhängige beinhalteten, mit denen sie Spritzen gemeinsam nutzten.(5-12)
HIV-Infizierte hingegen, die über ihre Infektion nicht Bescheid wussten, schränkten ihr Risikoverhalten nicht ein.(13,14,15) Personen wiederum, die sich einem HIV-Test unterzogen hatten, ohne das Ergebnis abzuholen, tendierten sogar dazu, ihr Risikoverhalten zu steigern.(16)
Da eine medizinische Behandlung, die die HIV-Viruslast senkt, auch das Übertragungsrisiko auf andere reduzieren kann,(17) könnte eine frühzeitige ärztliche Behandlung einer HIV-Übertragung innerhalb von Bevölkerungsgruppen vorbeugen und gleichzeitig das individuelle Risiko verringern, sich eine mit einer HIV-Infektion verbundene Krankheit oder zu sterben.
©Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
©Translation: AIDS-Aufklärung Schweiz
last updated: 03/08/2008
CDC
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Zahlen in Klammern verweisen auf die Literaturliste der Test-Bibliografie des CDC