Warum besteht ein HIV-Infektionsrisiko durch intravenösen Drogenkonsum?
Zu Beginn jeder intravenösen Injektion tritt Blut in die Nadel und Spritze ein. HIV kann im Blut eines mit diesem Virus Infizierten vorhanden sein. Die erneute Benutzung einer mit Blut verseuchten Nadel oder Spritze durch einen anderen Drogeninjizierenden (auch Spritzentausch genannt) birgt ein hohes HIV-Übertragungsrisiko, da infiziertes Blut direkt in den Blutkreislauf injiziert werden kann.
Die gemeinsame Benutzung von Drogenbesteck kann die Verbreitung des HI-Virus fördern. Infiziertes Blut kann in Drogenlösungen gelangen über
- die Benutzung blutverseuchter Spritzen bei der Drogenaufbereitung;
- die mehrmalige Benutzung desselben Wassers;
- die mehrmalige Benutzung von Flaschenverschlüssen, Löffeln oder anderen Gefässen, die dazu dienen können, Drogen in Wasser aufzulösen und diese Flüssigkeit dann zu erhitzen; oder
- die mehrmalige Benutzung von Baumwolle oder Zigarettenfiltern, die verhindern sollen, dass die Nadel sich verstopft.
“Strassenverkäufer” von Spritzen könnten benutzte Spritzen neu verpacken, um sie dann als sterile Spritzen weiter zu vertreiben. Aus diesem Grund sollten Drogenabhängige, die sich ihren Stoff regelmässig injizieren, sterile Spritzen aus verlässlichen Quellen beziehen, wie z.B. Apotheken.
Es ist wichtig zu wissen, dass Spritzentausch - zu welchem Zweck auch immer, einschliesslich subkutaner Injektionen (“skin-popping) und Steroid-Injektionen - das Risiko einer HIV-Infektion oder anderer durch Blut übertragener Infektionen in sich birgt.
Weitere Informationen vgl.
“How can injection drug users reduce their risk for HIV infection?”
©Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
©Translation: AIDS-Aufklärung Schweiz
last updated: 20/10/2006
