Schwangerschaft und Geburt


20 000 bis 160 000 Frauen in den Vereinigten Staaten sind mit HIV infiziert, d.h. mit dem Virus, das zu Aids führt. Nahezu jede vierte dieser Frauen weiss nicht, dass sie HIV-infiziert ist. Das Risiko, das Virus auf ihre Kinder zu übertragen, ist für diese Frauen sehr gross.

Frauen können während der Schwangerschaft und Geburt oder durch Stillen HIV auf ihre Kinder übertragen. Der häufigste HIV-Übertragungsweg ist bei Kindern die Mutter-Kind-Übertragung. In den USA sind fast alle Aids-Fälle von Kindern darauf zurückzuführen.

Nicht alle HIV-infizierten Frauen übertragen das Virus auf ihre Kinder, rund 25% jedoch im Falle, dass sie nicht behandelt werden oder stillen. Zum Glück können antiretrovirale Medikamente erfolgreich verhindern, dass es zu einer HIV-Übertragung kommt. Wenn Frauen diese Medikamente vor und während der Geburt einnehmen, und wenn ihre Babys nach der Geburt mit medikamentös behandelt werden, wird das HIV-Übertragungsrisiko von 25% auf weniger als 2% gesenkt. Routinemässig durchgeführte HIV-Tests im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge und die Verabreichung antiretroviraler Medikamente im Falle eines positiven Testergebnisses haben die Zahl HIV-infizierter Neugeborener entscheidend gesenkt. 1992 erkrankten in den USA 855 Kinder an Aids, 2005 nur noch 57 Kinder - ein Rückgang von 93%.



Selbst wenn immer noch mehr Männer als Frauen HIV-infiziert sind, holen die Frauen auf. Wenn sich die HIV-Neuinfektionsrate weltweit so wie bisher weiterentwickelt, könnte die Anzahl HIV-infizierter Frauen bald die der männlichen HIV-Infizierten übertreffen. Ende 2005 waren in den USA 27% der HIV-infizierten Erwachsenen und Jugendlichen Frauen. Rund sechs- bis siebentausend dieser HIV-infizierten Frauen bringen jährlich ein Kind zur Welt.

Die gute Nachricht ist, dass viele HIV-infizierte Frauen länger und in besserem Gesundheitszustand leben. Viele Frauen können weiter sich selbst und andere versorgen, wenn sie sich in Behandlung begeben und auf sich achten.

Seit Ausbruch der Epidemie erkrankten 8460 Kinder, die durch ihre Mütter HIV-infiziert wurden, an Aids. Fast 5000 dieser Kinder sind mittlerweile verstorben. Erfreulicherweise ist die Zahl neuer Aids-Fälle bei Kindern kontinuierlich rückläufig - im Jahr 1992 waren 855 Fälle bekannt, 2005 nur noch 57. Wie ihre Mütter, so ziehen auch Kinder, die HIV-infiziert auf die Welt kamen, grossen Nutzen aus einer Frühdiagnose und aus verbesserten Behandlungsmethoden. Viele der betroffenen Kinder leben dank diesen lebensrettenden Medikamente und anderer Vorbeugemassnahmen länger und in einem besseren Gesundheitszustand.

Im Folgenden weitere Daten zu HIV und Aids bei Kindern in den Vereinigten Staaten:

Mutter-Kind-Übertragung von HIV/Aids im Jahr 2005

  • Rund 142 Kinder wurden von ihren Müttern mit HIV infiziert.
  • Schätzungsweise 6015 Kinder und junge Erwachsene, die von ihren Müttern mit HIV infiziert wurden, lebten Ende 2005 mit HIV/Aids.
  • 66% dieser von ihren Müttern infizierten HIV-/Aids-Fälle waren Afroamerikaner.
  • 2005 starben rund 46 Kinder und junge Erwachsene, die von ihren Müttern mit HIV infiziert worden, an Aids.
Stand: 10. Oktober 2007
Abteilung für HIV-/Aidsprävention
National Center für HIV/AIDS, virale Hepatitis, STD und TB-Prävention



©Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
©Translation: AIDS-Aufklärung Schweiz
last updated: 10/10/2007